Abschlusskonferenz in Graz, AT

Im Laufe der letzten beiden Jahre haben sich acht Projektpartner aus sieben europäischen Ländern im Rahmen des Erasmus+-Projekts NCNA mit dem Thema der Messung und Anerkennung informell erworbener beruflicher Kompetenzen von geflüchteten Menschen bzw. Asylsuchenden beschäftigt. Herausgekommen ist dabei - neben einem umfassenden Forschungsbericht, der auf der Projektwebseite zum Download abrufbar ist - ein wegweisendes detailliertes und praktisch einsetzbares Modell, das es ermöglicht, informell erworbene berufliche Kompetenzen in den vier Branchen Metall, Bau, Holz und Tourismus zu messen und mit Hilfe einer eigens entwickelten Datenbank zu dokumentieren. Erstmals in Europa wurden dazu über 30 Berufe hinsichtlich der Parameter Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen auf Niveau 2-3 des Europäischen Qualifikationsrahmens beschrieben, wurden für die einzelnen Berufe ganz konkrete Möglichkeiten der Kompetenzmessung ausgearbeitet und wurde eine Datenbank entwickelt, die im Sinne einer ganzheitlichen Perspektive auch sozialräumliche Aspekte einer möglichen beruflichen Weiterentwicklung der Klientin bzw. des Klienten ganz konkret abbildet.
Diese Projektergebnisse wurden auf unserer Abschlusskonferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Konferenz begann mit einer Einführung in das Projekt und seine Hintergründe von Michaela Meier (Jugend am Werk Steiermark, Projektkoordinator) und einem Vortrag von Edith Zitz (inspire - Verein für Bildung und Management) zum Thema Anerkennung von beruflichen Kompetenzen benachteiligter Menschen. Im Anschluss daran gab Pia Winkler (Fachhochschule des Mittelstands, Projektpartner) einen Überblick über das NCNA-Forschungspapier, Muna Hamoud-Seifried (AMS Landesgeschäftsstelle Steiermark) präsentierte die neuesten arbeitsmarktpolitischen Aspekte unter spezieller Berücksichtigung der Integration von geflüchteten und asylsuchenden Menschen und René Halla (Jugend am Werk Steiermark, Projektkoordinator) stellte den Besucherinnen und Besuchern das NCNA-Modell mit dem NCNA-Handbuch und der NCNA-Datenbank vor. Die Konferenz wurde mit einer spannenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Partnerländern beendet.
Sie können die NCNA-Produkte und die Konferenzpräsentationen vom Download-Bereich auf dieser Webseite herunterladen.

ZEIG WAS DU KANNST: Berufliche Kompetenzen sichtbar machen
Datum/Zeit: 29. Juni 2018 | 09:30 bis 15:00 | Registrierung ab 08:30
Ort: Europäisches Fremdsprachenzentrum | Nikolaiplatz 4 | 8020 Graz | Österreich


Letztes Partnertreffen in Graz, AT

Das vierte Partnermeeting fand am 28. Juni 2018 in Graz, AT, statt. Das Treffen wurde von den österreichischen Projektkoordinatoren von Jugend am Werk Steiermark organisiert.

In diesem Abschlussmeeting lag das Hauptaugenmerk auf der abschließenden Projektphase. Neben der Besprechung der Pilotphase in den einzelnen Partnerländern und der Arbeit and der Fertigstellung der beiden wichtigen Projektergebnisse, dem NCNA-Modellhandbuch (IO2) und der NCNA-PIP-Datenbank (IO3) widmeten die Projektpartner sowohl dem Thema Verbreitung und Nachhaltigkeit als auch dem Thema Qualitätskontrolle ausreichend Zeit. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte sich mit der Vorbereitung des Schlussberichts.
Der zweite große Teil des Treffens stand im Zeichen der letzten Vorbereitungsarbeiten für die NCNA-Abschlusskonferenz.

Alle Partnerorganisationen waren mit ihren Vertreterinnen und Vertretern bei diesem Meeting anwesend.

 

Gemeinsames Training in Graz, AT

Im März 2018 entsandten alle Partnerländer Expertinnen und Experten nach Graz, AT, um am gemeinsamen NCNA-Training teilzunehmen. Diese Aktivität, die vom 5. bis 9. März 2018 stattfand, wurde von den österreichischen Partnern von Jugend am Werk Steiermark organisiert.

Das Hauptziel dieser Lern- und Lehraktivität war der Transfer des NCNA-Modells und des Einsatzes der NCNA-Datenbank zur personalisierten Arbeitsmarktintegration (PIP) an Ausbilderinnen/Ausbilder und Expertinnen/Experten; diese würden im Anschluss die NCNA-Tools in ihren Ländern und Organisationen implementieren. Folgende Themen wurden im Rahmen des gemeinsamen Trainings behandelt: Einführung in das NCNA-Projekt und Hintergrund des NCNA-Modells; Grundsätze von ECVET und der Kompetenzfeststellung in Bezug auf informell erworbene Kompetenzen; Nutzung des NCNA-Modell-Handbuchs und seiner Instrumente; Grundsätze der personalisierten Arbeitsmarktintegrationsplanung (PIP); Einführung in und Nutzung der NCNA-PIP-Datenbank; Erstellen und Monitoring von personalisierten Arbeitsmarktintegrationsplänen für geflüchtete Menschen sowie Planung und Umsetzung des NCNA-Piloten in den Partnerländern.
Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr positiv und alle Partner waren im Anschluss an die Trainingswoche bereit, den Pilotprozess zu beginnen.

 

3. Partnermeeting in Rauma, FI

Das dritte Partnermeeting fand am 14. und 15. Dezember 2017 in Rauma, FI, statt. Das Meeting wurde von den finnischen Partnern von WinNova ausgerichtet.

Neben einer Reihe von Themen in den Bereichen Verbreitung, Qualitätsmanagement und Administration, dominierte am ersten Tag die Fertigstellung von IO2, NCNA-Modell-Handbuch, das Partnermeeting. Die Partner präsentierten und diskutierten ihre bisherige Arbeit am Handbuch und man einigte sich auf abschließende Adaptierungen. Außerdem behandelten die Partner IO3, den personalisierten Arbeitsmarktintegrationsplan (PIP). Die PIP-Struktur selbst wurde von den italienischen Partnern von FormAzione Co&So Network präsentiert; dessen Realisierung in Form einer Datenbank präsentierten die österreichischen Partner von Jugend am Werk Steiermark. Die Projektpartner besprachen und vereinbarten das vorläufig endgültige Layout der Datenbank.
Am zweiten Tag des Partnermeetings stand die Planung sowohl des Joint Staff Trainings, das im Februar 2018 in Graz, AT, durchgeführt wurde, sowie der Pilotierungsphase auf dem Programm. Imzuge Zweiterer wird in jedem Partnerland sowohl das NCNA-Modell-Handbuch als auch die NCNA-PIP-Datenbank mit jeweils 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gründlich getestet. Zum Abschluss organisierten die finnischen Partner einen überaus interessanten Rundgang durch ihre Berufsschule und deren Einrichtungen.

Mit Ausnahme der schottischen Partner, nahmen Vertreterinnen und Vertreter aller Partnerorganisationen am Meeting teil. Aufgrund der äußerst widrigen Wetterbedingungen und der daraus resultierenden zahlreichen Flugausfälle war es den Partnern von Bridges Programmes nicht möglich, nach Rauma zu gelangen. Das nächste und abschließende transnationale Treffen findet in Österreich statt. Als Datum für das Partnermeeting und die Abschlusskonferenz wurde Juni 2018 festgesetzt.

 

Erstes NCNA-Event in Florenz, IT

Die erste NCNA-Konferenz fand am 6. November 2017 in Florenz statt. Die Veranstaltung wurde von unseren italienischen Projektpartnern von FormAzione Co&So Network im Palazzo degli Affari organisiert und über 50 Personen informierten sich über das NCNA-Projekt.

Nach einer allgemeinen Einführung in das NCNA-Projekt konzentrierte sich der erste Teil der Konferenz auf eine detaillierte Darstellung der NCNA-Forschungsstudie (IO1). Die Vormittagseinheit wurde mit einem Überblick über das NCNA-Modell-Handbuch (IO2), einem der Schlüsselergebnisse des Projekts, und einem Workshop-Teil abgeschlossen. Die beiden parallelen Workshop-Einheiten befassten sich mit den Themen Evaluierung von Fertigkeiten von Migrantinnen und Migranten (WS 1) sowie gute Praktiken hinsichtlich des Ausbildungsbedarfs von Migrantinnen und Migranten (WS 2). Die Workshops wurden von Vertretern des lokalen Arbeitsamtes unterstützt.
Nach einer Mittagspause war die Nachmittagssitzung dem Thema Migration und ihren Herausforderungen für Europa gewidmet.

 

2. Partnermeeting in Glasgow, UK

Das zweite Partnermeeting fand am 27. und 28. April 2017 in Glasgow, UK, statt. Das Meeting wurde von den schottischen Partnern von Bridges Programmes ausgerichtet.

Der erste Teil des Meetings beschäftigte sich mit der Fertigstellung des ersten Intellectual Output, der NCNA-Forschungsstudie. Während die deutschen Partner von der Fachhochschule des Mittelstands die Ergebnisse der Studie ausführlich vorstellten, gaben die anderen Partner Rückmeldungen zu ihrer Arbeit an der Studie. Die Partner diskutierten die Situation in den einzelnen Ländern und besprachen die Auswirkungen der Forschungsergebnisse auf die bevorstehende Arbeit am zweiten Intellectual Output.
Der zweite Teil des Meetings konzentrierte sich auf die ausführliche Besprechung des NCNA-Modell-Handbuchs (IO2) und seiner Inhalte. Nach einer von den verantwortlichen Partnern von Jugend am Werk Steiermark geleiteten intensiven Debatte konnten die Projektpartner alle offenen Fragen einvernehmlich klären. Es wurde ein ausführlicher Arbeitsplan für die Erarbeitung dieses zentralen Projektergebnisses fixiert.
Ein dritter Teil des Meetings widmete sich dem dritten Intellectual Output. Die italienischen Partner von FormAzione Co&So Network gaben einen ersten Überblick über den Persönlichen Integrationsplan, der auch als Basis für die NCNA-Datenbank dienen wird. Schließlich besprachen die Projektpartner weitere relevante Punkte, wie Dissemination, Qualitätsmanagement und administrative Angelegenheiten.

Vertreterinnen und Vertreter aller Partnerorganisationen nahmen am Meeting teil; das folgende Meeting, das in Finnland stattfinden wird, wurde für Dezember 2017 angesetzt.

 

Zusätzliches Meeting in Graz, AT

Mit den Projektpartnern aus Kroatien und Slowenien wurde am 18. November 2016 in Graz, AT, ein zusätzliches Treffen abgehalten. Der Projektkoordinator von Jugend am Werk Steiermark gab den Partnern der beiden Länder alle notwendigen Informationen zum Projekt und unterrichtete sie über alle Angelegenheiten, die im Zuge des Kick-off-Meetings in Schwerin, DE, vereinbart worden waren.

 

Kick-off-Meeting in Schwerin, DE

Am 4. und 5. Oktober 2016 trafen die Projektpartner einander zum ersten Partnermeeting in Schwerin, Deutschland. Im Mittelpunkt des Meetings, das von den deutschen Projektpartnern der Fachhochschule des Mittelstands ausgerichtet wurde, standen das gegenseitige Kennenlernen und die Aufbereitung des Projektthemas.

Im Anschluss an einen detaillierten Überblick über den zweijährigen Projektzeitraum durch die österreichischen Projektkoordinatoren und die Klärung noch offener Fragen, befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem ersten Intellectual Output. Die intensive Arbeit an der NCNA-Forschungsstudie umfasste u. a. die Definition eines genauen Zeitplans für diese Projektphase, den Informationsaustausch im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation in den einzelnen Ländern sowie die Vereinbarung eines detaillierten Arbeitsplans hinsichtlich der gemeinsamen Arbeit am ersten Intellectual Output. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten dabei ihre Erfahrungen und ihr umfangreiches Know-how ein. Darüberhinaus besprachen die Projektpartner vertragliche, finanzielle und administrative Angelegenheiten, vereinbarten Kommunikationsrichtlinien und diskutierten die Parameter für Dissemination und Qualitätsmanagement.

Außer den Partnern aus Kroatien und Slowenien nahmen alle Partnerorganisationen am Kick-off-Meeting teil; das nächste Meeting wurde für Ende April 2017 festgesetzt.